Mieten mitten im Modezyklus

Kaufen, kaufen und noch mehr kaufen. Während sich die Kleiderschränke immer mehr füllen, werden die Regale in den Geschäften immer mehr aufgestockt. Die Zeichen einer übersättigten Konsumgesellschaft scheinen ziemlich klar zu sein. Es ist an der Zeit, die neuen Ansätze von Shopping genau so zu schätzen – ohne dabei auf die Freude an neuen Outfits zu verzichten. 

Kurze Lebensdauer

Wir sehen sie dauerhaft – die Sale-Plakate. Ob kurz nach Weihnachten, während den Sommerferien oder unter dem Jahr, die Shops wissen genau, wie sie uns zum Kauf überzeugen können. Letztlich liegt es jedoch selten daran, dass es die Labels gut mit uns meinen, sondern dass sie Platz für die neuen Kollektionen brauchen. Das bedeutet: alles muss raus. Da es neben den Sommer- und Winterkollektionen inzwischen die Pre-Fall-, Festtags- und Resort-Kollektionen gibt, hängt ein Sommerkleidchen durchschnittlich acht Wochen im Laden – wenn es hoch kommt. Was nach dem Ausverkauf übrig bleibt, kommt weg und wurde umsonst produziert.

Kauf dich Glücklich

Tatsächlich tragen die Geschäfte nicht die alleinige Verantwortung für die sogenannte „Rabattkultur“ und der Überproduktion. Forschungen haben gezeigt: Das menschliche Gehirn sehnt sich nach Belohnung. Diese findet es unter anderem bei der Anschaffung von neuen Kleidern und Accessoires. Dabei rückt die Relevanz für den Kauf oft in den Hintergrund: „Das Konsumentengehirn fragt weniger danach, ob wir etwas brauchen, als nach der Belohnung“, bestätigt der Konsum- und Marketingforscher Hans-Georg Häusel gegenüber der Zeit. Somit liegt es in der natürlichen Veranlagung des Menschen, sich gerne neue Klamotten zu gönnen. Doch wer sagt, dass wir diese immer kaufen müssen? Schließlich können die wenigsten wirklich so viel anziehen, wie es uns die Kleiderstangen in den Stores vormachen.
Tatsächlich tragen die Geschäfte nicht die alleinige Verantwortung für die sogenannte „Rabattkultur“ und der Überproduktion. Forschungen haben gezeigt: Das menschliche Gehirn sehnt sich nach Belohnung. Diese findet es unter anderem bei der Anschaffung von neuen Kleidern und Accessoires. Dabei rückt die Relevanz für den Kauf oft in den Hintergrund: „Das Konsumentengehirn fragt weniger danach, ob wir etwas brauchen, als nach der Belohnung“, bestätigt der Konsum- und Marketingforscher Hans-Georg Häusel gegenüber der Zeit. Somit liegt es in der natürlichen Veranlagung des Menschen, sich gerne neue Klamotten zu gönnen. Doch wer sagt, dass wir diese immer kaufen müssen? Schließlich können die wenigsten wirklich so viel anziehen, wie es uns die Kleiderstangen in den Stores vormachen.

Die Alternative

Überraschenderweise liegt eine der alternativen Lösungen äußerst nahe: Mieten. So hat es sich die Schweizer Online-Plattform Peppermint Rent-a-Dress zur Aufgabe gemacht, ihre Abend-, Büro- und Alltags-Kleider den Kundinnen für vier Tage zur Verfügung zu stellen. Dabei existiert jedes Design nur ein Mal in jeder Größe. Die Chance, dass die Cousine an der Hochzeit des Bruders dasselbe Kleid trägt, hält sich also in Grenzen. Ein weiterer Vorteil liegt in den Preisen, die im Vergleich zu anderen handgemachten Designs reduzierten Angeboten gleichen. Das Label beweist: Es muss nicht immer auf die neue Kollektion gewartet werden. Zudem lohnt es sich nur bedingt, sich jedes Mal aufs Neue vom Ausverkauf-Wahn verführen zu lassen – der nächste kommt bestimmt. 🙂 In der Zwischenzeit kann ohne Probleme ein Miet- statt Kaufglück ausprobiert werden.

Text and Layout by Carmen

In Zusammenarbeit mit Peppermint Rent-a-Dress