Mode & Gesellschaft: Eine Menge Weniger

Immer häufiger entscheiden sich Menschen für den minimalistischen Lebensstil. Was wir jedoch oft mit diesem Begriff verbinden, sind karg eingerichtete Wohnungen oder Menschen, die mit nur 30 materiellen Dingen leben, um glücklich zu sein. Doch was bedeutet „Minimalismus“ tatsächlich und welche Hintergründe hat solch eine Entscheidung für das eigene Leben? Wir schauen genauer hin und holen uns Tipps von den Profis!

Chef der eigenen Sinne werden

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Dass wir in einer schnelllebigen Zeit voller Konsumgüter leben, kann man nicht mehr leugnen. Eine Nachricht über die neuesten Sale-Angebote im E-Mail Ordner, eine Push-Benachrichtigung über die aktuellsten Informationen des Lieblingsdesigners auf Instagram und Werbebanner auf Webseiten, die auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst wurden. Die eigenen Gedanken bezüglich des Shopping-Verhaltens werden somit größtenteils von den Firmen gesteuert. Da ist es wohl nicht verwerflich, wenn sich einige Menschen dazu entscheiden, sich völlig davon zu entfernen; sich von all diesen Einflüssen frei zu machen, und einen minimalistischen Lebensstil anstreben.

Ein Lebensgefühl

Sich Gedanken machen, was man im eigenen Leben wirklich braucht, um Glücklich zu sein. Das eigene Verhalten und die daraus resultierenden Konsequenzen stets hinterfragen, um einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft zu haben. Das ist der Grundgedanke des einfachen Lebensstils. Die Definition vom eigenen Glück ist natürlich relativ und von Individuum zu Individuum verschieden. Wichtig ist es jedoch, dass man sich von Dingen trennt, die keinen positiven Einfluss auf das eigene Leben haben, um mehr Platz für Wertvolles zu schaffen. Minimalisten möchten sich somit auf die Dinge konzentrieren, die für sie einen Sinn ergeben und ihnen ein gutes Lebensgefühl schenken. Ein Lebensgefühl voller Freiheiten –  die sie nicht von anderen bestimmen lassen, sondern sich selbst Raum verschaffen.

Vom Lebensstil zum Dokumentarfilm

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Seit 2010 beschäftigt sich der Blog theminimalists.com mit der gesamten Thematik des Minimalismus und gilt mit monatlich vier Millionen Lesern zu einem der bekanntesten in dieser Nische. Die Gründer Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus teilen ihre eigenen Erfahrungen, geben Ratschläge und Tipps für ein Leben als Minimalist und informieren ihre Leserschaft über Podcasts, Bücher, Vorträge – hinzu kommt nun eine selbst produzierte Dokumentation rund um ihren Lifestyle. Der Film „Minimalism: A Documentary About the Important Things“ erschien 2016 und kann auf dem Streaming-Portal Netflix eingesehen werden. Die Produzenten Fields Millburn und Nicodemus begleiteten bei den Dreharbeiten Minimalisten aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten und zeigen auf, was Menschen dazu bewegt, sich für diesen Lebensstil zu entscheiden. Bei der Entscheidung, minimalistisch zu leben, geht es also nicht darum, sich seines ganzen Besitzes zu entledigen, sondern das eigene Leben stets zu reflektieren und sich frei zu fühlen. Oftmals sind es aber genau die materiellen Dinge und das ewige Streben nach mehr, was uns davon abhält, unsere eigene Freiheit vor alles andere zu stellen. Es ist also nicht verkehrt, den einen oder anderen Grundgedanken der Minimalisten in das eigenen Leben zu integrieren.

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Image sources: Instagram

Text by Rossella 

Translated by Vivian

Layout by Angela & Carmen