Liebes Christkind…

Nur noch eine Woche bis Weihnachten! Während die meisten womöglich noch auf der Suche nach den perfekten Geschenken sind, gilt es ebenso, sich den eigenen Wünschen zu widmen. Das haben wir uns auch in der CARMITIVE Crew gedacht. Wie es sich gehört, hat jeder dazu einen Wunschzettel an das Christkind geschrieben – nun wünschen wir viel Vergnügen beim Lesen und Entdecken unserer liebsten Weihnachts-Outfits. 

Der Wunsch von Vivian

Vor ein paar Wochen habe ich mich mit meiner Freundin Sonja getroffen, um belgische Waffeln zu machen, da ich mir gerade ein neues Waffeleisen gegönnt hatte. Wir hörten nebenbei, ganz kitschig, Weihnachtsmusik, um uns auf die Feiertage einzustimmen. Während wir gerade den Waffelteig anrührten, schaltete die Playlist von „Little Drummer Boy“ auf „Wonderful Christmastime“ von Paul McCartney um. Ich sagte zu Sonja, dass mich das Lied total an meine Kindheit erinnert, da es Teil des Soundtracks von „Rudoph mit der roten Nase“ war. Und so fingen wir an, uns über unsere liebsten Weihnachtsfilme als Kinder zu unterhalten, redeten über unsere Lieblingssüßigkeiten von früher und landeten schließlich beim Ausmaß unserer Puppensammlungen. Die Stunden vergingen und Sonja ging schließlich nach Hause. Als ich über unsere Gespräche nachdachte, musste ich schmunzeln und wurde mir nochmal darüber bewusst, was für eine unbeschwerte Kindheit ich eigentlich hatte. So kitschig es ist, im November schon Weihnachtsmusik zu hören, so kitschig klingt vielleicht auch mein Weihnachtswunsch. Nämlich, dass alle Kinder eine so schöne Kindheit haben wie ich. Mit Diskussionen darüber, wer mit der Barbie im Glitzerkleid spielen darf, Tränen wenn man mal nicht bei der besten Freundin übernachten durfte und mit allen anderen Momenten, die dazugehören. Damals wirkten diese vielleicht wie das Ende der Welt, aber heute lacht man über sie. Ich wünsche mir, dass jedes Kind so eine tolle Kindheit hat, wie ich damals.

Das Weihnachts-Outfit von Vivian: Ein festliches rotes Kleid und dazu goldener Armschmuck

Der Wunsch von Eva

Jedes Jahr, wenn die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen, breitet sich ein besonders großes Lächeln in meinem Gesicht aus. Bald steht Weihnachten vor der Tür; Weihnachtslieder, Plätzchen und wahnsinnig tolle Gerüche lauern an jeder Ecke. Einfach alles was dazu gehört. Damit es nicht kalt wird, packt man sich in warme Klamotten und bekommt dabei sofort ein Gefühl der Geborgenheit. So sehr ich mich auch immer auf diese Zeit freue, so sehr bedrückt mich auch jedes Jahr dieselbe Sache: Viele Tiere haben zu dieser Zeit kein zu Hause, in dem sie genau dieses Gefühl der Geborgenheit fühlen können. Einige davon frieren auf der Straße und hungern sich zu Tode. Zwar taucht dieses Problem in jeder Jahreszeit auf, doch ist Weihnachten nicht das Fest der Liebe, welches man gemeinsam mit seiner Familie verbringt? Also hiermit liebes Christkind, mein Wunsch zu Weihnachten: Schenke jedem Tier ein schönes zu Hause, indem es sich wohl fühlt und die Liebe bekommt, die es verdient. Egal zu welcher Jahreszeit. Das wäre herrlich. In diesem Sinne wünsche ich dir Frohe Weihnachten und hoffe, dass viele Tiere bei dir Unterschlupf finden.

Das Weihnachts-Accessoire von Eva: Kuschlige Stricksocken

Der Wunsch von Aline

Ich wünsche mir Weltfrieden. Ich frage mich, wie oft du diesen Wunsch schon gelesen hast liebes Christkind – auf den Wunschzetteln kleiner Kinder, die zum ersten Mal begreifen was Krieg bedeutet oder in den Briefen Erwachsener, die hoffen, dass ihre Kinder gut behütet und in einer friedlichen Welt aufwachsen können. Auch ich kann mich noch daran erinnern, wann ich mich das erste Mal mit dem Thema „Frieden“ beschäftigt habe. Es war die Zeit der Freundschaftsbücher und Diddl-Mäuse – Grundschulalter eben. Eigentlich die unbeschwerte Zeit im Leben. Dennoch füllte immer öfter das Wort „Frieden“ die leeren Zeilen neben der Kategorie „Mein größter Wunsch“ in den besagten Freundschaftsbüchern. Wir wurden alle irgendwie – mal mehr, mal weniger – mit dem Thema konfrontiert, aber wie sich Krieg anfühlt, wusste ich nicht und ich weiß es bis heute nicht. Wie müssen sich also Kinder fühlen, die in einem Land aufwachsen, in dem Hass und Gewalt das tägliche Leben bestimmen? Klar, wir lesen fast jeden Tag in der Zeitung über Anschläge und Auseinandersetzungen. Wir sehen die zerbombten Häuser und Trümmerstädte, wenn wir uns die Nachrichten im Fernsehen ansehen. Aber sich in die Lage der Menschen, die in Krisengebieten wohnen, hineinversetzen, kann sich niemand von uns. Ich wünsche mir Weltfrieden – denn das bedeutet für mich ein glückliches, freies und gerechtes Leben und das sollte keinem Menschen auf dieser Welt verwehrt werden.

Das Weihnachts-Accessoire von Aline: Ein gold schimmerndes Haarband.

Der Wunsch von Angela

Dieses Jahr wünsche ich mir von ganzem Herzen, nicht mehr Angst vor der Zukunft zu haben. Ich bin in einem Alter, in dem es sich so anfühlt, als ob jede Entscheidung mein Leben verändert (obwohl es natürlich nicht so ist). In einem Alter, in dem man plötzlich bemerkt, dass das Leben ganz schön ernst und kompliziert sein kann. Ich mach mir die größten Gedanken über die kleinsten Entscheidungen und habe immer das Gefühl, die falsche Wahl getroffen zu haben. Ich wünschte, ich würde mir selbst etwas mehr vertrauen und aufhören, Entscheidungen schon zu bereuen, bevor ich überhaupt das Resultat sehe. Ich hoffe, du kannst mir zeigen, dass die Last auf meinen Schultern nur halb so schwer ist, wie ich mir einbilde. Dass ich alles machen kann, solange ich glücklich mit meinen Entscheidungen bin und mit dem Menschen, den sie aus mir machen. Deshalb liebes Christkind wünsche ich mir dieses Jahr, dass du mir zeigst, wie man wirklich glücklich ist, sein Leben genießt und sich keine Sorgen darüber macht, ob die Entscheidungen von heute unser späteres Leben beeinflussen.

Das Weihnachts-Accessoire von Angela: Statement-Ohrringe, die jedem Look das gewisse Etwas verleihen.

Der Wunsch von Rossella

Das Weihnachts-Outfit von Rossella: Ein grüner Anzug und dazu goldige Accessoires.

Zu Weihnachten wünsche ich mir, dass die Menschen ein wenig näher aneinanderrücken und lernen, die Dinge in ihrem Leben zu wertschätzen. Dieser Aspekt geht in unserer Gesellschaft oftmals verloren, da alles für selbstverständlich genommen wird. Wir leben in einer Welt, in der alles immer schneller und schneller geht. Wieso sollten wir uns also über materialistische Dinge sorgen? Letztlich sind es die Erinnerungen an gute Zeiten, die wir in ein paar Jahren schätzen werden. Es gibt womöglich nichts wertvolleres, als die Stunden, die wir mit unseren Liebsten verbringen und anderen Menschen helfen. Deshalb ist mein größter Wunsch ein friedliches und respektvolles Miteinander. Denn genau diese Aspekte sind es, die ich auf dieser Welt vermisse und hoffe, in Zukunft mehr zu erleben.

Der Wunsch von Carmen

Manchmal tut es mir weh. Immer wieder kriege ich mit, wie Menschen ihren Körper hassen oder sich nicht gefallen, wie sie sind. Wieso? Weil sie nicht so aussehen wie die „perfekten“ (retuschierten) Instagram-Models? Weil sie von ihrem Umfeld nicht die Anerkennung bekommen, die sie sich wünschen? Weil sie jemandem etwas beweisen oder die volle Beherrschung über sich selbst haben wollen? Nun, vor ein paar Jahren war ich etwa gleich weit. So weit, dass es für meinen Körper nicht mehr gesund war. Ja, es war diese eine Phase und ich war sehr dünn. Komischerweise ging es für eine lange Zeit ziemlich gut. Doch irgendwann merkte ich, dass ich weder mir selbst, noch irgendjemandem sonst einen Gefallen damit tat. Der Aha-Effekt alleine reichte jedoch nicht. Denn es erfordert harte Arbeit und viel Zeit, sich selbst kennenzulernen und zu akzeptieren. Doch es ist jede Überwindung und jede Erfahrung wert. Denn jeder noch so kleine Schritt bringt einem ein Stückchen weiter in Richtung Lebensgenuss. Das ist mein Wunsch liebes Christkind: Ich wünsche mir von ganzem Herzen mehr Aha-Momente, Durchhaltevermögen und Lebenslust für jeden einzelnen auf dieser Welt.

Das Weihnachts-Outfit von Carmen: Ein Samtkleid, Statement-Ohrringe und ein lustiges Weihnachtsmann-Haargummi.

Photographed by Sonja Meinke

Layout by Angela & Carmen