News: Fashion Week’s Must-Know Trends Teil II

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Im Februar und März lassen wir uns gerne bereits für den Herbst modisch inspirieren um für die kalten Tage, nach dem hoffentlich sonnenreichen Sommer, gewappnet zu sein. In Anbetracht der derzeitigen Temperaturen können wir allerdings auch jetzt schon einige Herbst-Trends in unsere Kleiderschränke einziehen lassen. Nach New York und London hat nun auch die Fashion Week in Mailand ein Ende gefunden, wohingegen wir in Paris noch auf die Kollektionen einiger Designer gespannt sein können.

Frauenpower wurde in diesen Metropolen ebenfalls zu einem dominanten Thema, welches die Designer in ihre Arbeiten einfließen ließen. Vor allem in Mailand spielte Diversität eine große Rolle – junge Models aus den verschiedensten Teilen der Welt verliehen den Shows von Missoni und Salvatore Ferragamo eine gewisse Lebensfreude. Gucci und Prada reduzierten zwar die Größe ihrer Shows, steigerten aber durch eindrucksvolle Kulissen auf kleinem Raum, wie ein Operations-Saal bei Gucci, die persönliche Bindung zu ihren Zuschauern. Nach der ersten Ausgabe der Must-Know Trends dominierten auch die folgenden vier Trends die Laufstege in Mailand und Paris und sind sicher bald auch auf den Straßen der Metropolen zu erspähen.

Brown Is The New Black

Und wieder hat sich eine Trendprognose der niederländischen Trendforscherin Lidewij Edelkoort bewahrheitet. Anstelle von Schwarz ist Braun die Trendfarbe für den kommenden Herbst. „Schwarz wurde von vielen Marken regelrecht missbraucht und überall eingesetzt. Schwarz wirkt deshalb derzeit altbacken“, sagte sie in einem Interview mit welt.de. „Dazu kommt, dass Braun etwas Erdiges an sich hat, und der Wunsch nach Erdverbundenheit in diesen Zeiten ist groß.“ Tatsächlich ist die Liste der Designer, die Braun in verschiedenen Nuancen für ihre Kollektionen verwendet haben, endlos. Sogar bei Yohji Yamamoto, in dessen Kollektionen meistens Schwarz überwiegt, finden wir kurz geschnittene Lederjacken und Boots in unterschiedlichen Brauntönen. Paul Andrew und Guillaume Meilland zeigten bei der Salvatore Ferragamo Show, dass Braun sowohl von Frauen als auch Männern getragen werden kann – gerne auch als Ganzkörper-Look. Bei Lemaire zierte die Farbe Anzüge, Kleider und Mäntel und verlieh der Kollektion ein gewisses Laissez-faire Gefühl. Zu guter Letzt präsentierte Altazurra der Öffentlichkeit einen sehr eleganten Weg Braun zu tragen, nämlich in Form von gerade geschnittenen Blazern und Westen.

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Yohji Yamamoto FW18, Salvatore Ferragamo FW18, Lemaire FW18 © Vogue Germany

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Boots For The Win

These Boots are made for walking – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Auch diesmal zeigten uns die Designer, dass Stiefel – wie jeden Herbst – ein absolutes Muss sind. In allen Farben, Formen und Größen trugen sie die Models über den Laufsteg und bewiesen dabei, dass man auch in weiten unförmigen Boots elegant aussehen kann. Tod’s präsentierte in Mailand Wildlederboots in verschiedenen Brauntönen mit Keilabsatz und Kreppsohle. Die Marke, die für ihre „Driving Shoes“ bekannt ist, setzte hier vor allem auf praktisches Schuhwerk. Sie sind also perfekt geeignet für einen Herbstspaziergang durch das gelbrote Laub. Isabel Marant bezeichnete ihre Kollektion als moderne Interpretation des klassischen Westerns. Und was darf in jedem guten Western auf keinen Fall fehlen? Natürlich die Cowboystiefel. Ihre berühmten „thigh-highs“ Stiefel, die mit ihrem weiten Schnitt die kompletten Schenkel bedecken, verstärkte Isabel Marant mit einer Zehenkappe aus Metall. Virgil Abloh hingegen designte für sein Label Off-White hellblaue Reitstiefel in Schlangenleder-Optik. Bella Hadid trug das auffällige Paar auf dem Laufsteg in Kombination mit einem Korsagen-artigen Jumpsuit und weißer Hemdbluse darunter. Auf eine andere Art und Weise interpretierte Miuccia Prada den Stiefel-Trend: Ihre Kollektion war geprägt von praktischer und wasserfester Kleidung aus Materialien wie Nylon und so liefen die Models in kniehohen Gummistiefeln über den verspiegelten schwarzen Laufsteg.

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Tod's FW18, Isabel Marant FW18, Prada FW18 © Vogue Runway

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The Bigger The Better

Den Trend der „Maxi Bags“ gibt es nun schon etwas länger. Dennoch erfinden die Designer, so auch diese Saison, die XXL-Taschen immer wieder neu. So sehen wir uns nicht satt daran, sondern sind immer wieder fasziniert von den riesigen Taschen, die alle Blicke auf sich ziehen. Praktisch sind sie ja. Denn während in das Gegenstück, die Micro Bag, höchstens das Smartphone und ein bisschen Bargeld passen, lassen sich im XXL-Format der Handtasche noch einige andere Dinge verstauen. Vor allem bei Gucci war dieser Trend auf dem Laufsteg präsent. Neben einem Babydrachen oder Chamäleon, erregten auch die Maxi Bags große Aufmerksamkeit. Dabei unterscheidet Alessandro Michele bei seinen Accessoires, wie auch der Kleidung, nicht zwischen Frau und Mann und macht die Tasche stattdessen unisex. Tod’s zeigte uns die großen Taschen aus Leder in Kombination mit Boots. US-Vogue Chefredakteurin Anna Wintour sieht diese Kombination als Ausdruck von Freiheit und Bewegung. Tasche und Boots stehen hier als Symbol für die starke Frau, die bereit ist, in die weite Welt aufzubrechen. Auch Karl Lagerfeld entwarf für Fendi eine Kollektion für starke Frauen, indem er die Statement-Taschen mit markanten, schulterbetonten Mänteln und Stiefeln kombinierte. Miuccia Prada bevorzugt ihre Taschen wiederum in Knallfarben und Nylon, passend zum Rest der von Arbeitskleidung inspirierten Kollektion.

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A Pop Of Color

Die Dekade der Sechziger Jahre ist für ihre modischen und gesellschaftlichen Umbrüche bekannt. Frauen wollen ein selbstständiges Leben führen, die Jugend bestimmt die Mode und Mary Quants Minirock setzt sich endlich durch. Alle Augen richten sich auf Stilikonen wie Marilyn Monroe, Audrey Hepburn und Jackie Kennedy. Letztere verkörperte auch das Model Kaia Gerber für Moschino. In einem knalligen orangenen Kostüm und Pillbox-Hut brachte sie die Sechziger zurück auf den Laufsteg. Welche Dekade Jeremy Scott als Inspiration für seine Kollektion diente, ist somit kaum zu übersehen. Knallige Farben wie Grün, Pink und Orange, so wie Kleider mit Comic-Aufdruck erinnern an Werke der Pop Art, eine vorherrschende Kunstrichtung zu dieser Zeit. Auch andere Designer, wie Haider Ackermann und John Galliano für Maison Margiela ließen ihre Kleider in den knalligen Farben der Pop Art erstrahlen. Francesco Risso sorgte bei Marni mit einem wadenlangen Regenmantel in Yves Klein-Blau für einen Hingucker. Ein breiter weißer Taillengürtel erzeugte einen starken Kontrast zum einfarbigen Mantel. Während bei Undercover in Paris manche Looks komplett in einer Farbe gehalten wurden, setzte Prada auf verschiedene Kombinationen mit knalligen Farb-Akzenten.

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Moschino FW18, Marni FW18, Haider AckermannFW18 © Vogue Runway

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Text by Aline

Layout by Angela