News: Zeit für die Fashion Revolution!

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„Los, trau dich!“ – wer kennt sie nicht, diese drei mehr oder weniger motivierenden Worte. Sei es die Mutter, die ihre Tochter vom Beckenrand aus ermutigen will, ihre Angst zu überwinden und das erste Mal vom Dreimeterbrett ins Wasser zu springen oder der Vater, der seinen Sohn liebevoll dazu auffordert seinen Schwarm das erste Mal anzusprechen. Wir alle haben wohl schon einmal versucht, jemandem Mut zu machen.

Denn mutig zu sein, ist wichtig. Das lernen wir schon als Kind – denn waren es nicht immer die stärkeren Kinder, die ihren Kopf am besten durchsetzen konnten? Zwar ist es völlig okay, in manchen Situationen mutlos zu sein und den anderen den Vortritt zu lassen. Doch auch im Erwachsenenalter können wir häufig viel mehr erzielen, wenn wir lernen, über unseren Schatten zu springen.

#whomademyclothes

In der Mode gehört mutig und anders zu sein mittlerweile zum guten Ton. Nur wer etwas wagt, die Leute mit außergewöhnlichen Ideen überrascht und sich nicht unterkriegen lässt, bleibt im Gespräch. Aber mindestens genauso wichtig wie der Sprung aus der Komfortzone, ist die Transparenz der Designer und Labels. Genau das erfordert nämlich noch eine ganze Menge mehr Mut. Dieses Thema behandelt auch die Fashion Revolution Week, die dieses Jahr vom 23. Bis 29. April stattfindet.

„Wer macht eigentlich meine Kleidung? Und unter welchen Bedingungen?“ – wer sich diese Fragen stellt, ist diese Woche dazu aufgerufen, unter dem Hashtag #whomademyclothesein Foto von seinem Kleidungsetikett auf diversen Social Media Kanälen zu posten und die jeweilige Marke zu markieren. Interessant ist es dann natürlich, welche Marken sich tatsächlich trauen zu antworten.

Jede Stimme zählt

Die Fashion Revolution ist eine Organisation, die nach dem Unfall in der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch gegründet wurde. Am 24. April 2013 starben beim Einsturz der Fabrik 1138 Menschen. Genau ein Jahr später wurde der Fashion Revolution Day ins Leben gerufen und dieses Jahr wird schon das zweite Mal eine ganze Woche zu diesem Thema veranstaltet. Auch in Deutschland finden einige Events statt. Den Veranstaltern geht es hierbei darum, auf die Notlage der Arbeiter in der Modeindustrie aufmerksam zu machen.

Für die Fashion Revolution hat die Mode durchaus einen positiven Einfluss, dennoch sollte auch diese Branche ausreichend geprüft und Probleme behoben werden. Mit Hilfe der Fashion Revolution Week sollen die Kunden die Konzerne dazu auffordern, ihre Lieferketten transparenter zu machen. Für die Menschen, die täglich ihre Kleidung nähen, interessieren sich die großen Marken nämlich meistens reichlich wenig. Sie haben keine Stimme, die etwas bewirkt. Wer jedoch tatsächlich etwas verändern kann, sind die Konsumenten. Denn was ihre Käufer sagen, darauf legen die Konzerne durchaus eine Menge Wert. Letztes Jahr haben über 100.000 Menschen ihre Fotos unter dem Hashtag #whomademyclothes verbreitet und tatsächlich haben dadurch schon 2.416 Marken nähere Informationen zu ihren Lieferketten veröffentlicht.

Natürlich soll durch die Aktion niemandem vorgeschrieben werden, wo er seine Kleidung zu kaufen hat. Trotzdem wird Bewusstsein geschaffen, wo die tägliche Kleidung eigentlich herkommt und so wird der gesamte Herstellungsprozess hoffentlich transparenter. Also traut euch und postet fleißig eure Fotos!

Text by Aline

Layout by Angela